Freifläche BERLIN GLOBAL: „30 kg” // Açık alan BERLIN GLOBAL: "30 kg"

Eine Ausstellung von Burcu Argat und Izim Turan // 8. Juli 2022 bis Oktober 2023

Sophie Perl | 13. Juni 2022

Drei Besucher*innen schauen sich die Freifläche 30 kg in der Ausstellung BERLIN GLOBAL an

Auf einer Freifläche von BERLIN GLOBAL schauen sieben türkische Berlinerinnen auf ihre eigene Migrationserfahrung. Die Ankunft in Berlin verlangt eine Neuverhandlung ihrer transkulturellen Identität – für manche eine Befreiung, für andere ein Verlust. Die Installation lädt Besucher*innen ein über die eigene Position nachzudenken.

Mit 30 kg Freigepäck darf man am Flughafen einchecken – ein voller Koffer für den neuen Lebensabschnitt in einem neuen Land. Aber was passiert, wenn die Dinge, die Sprache, sogar die eigene Identität bei der Ankunft plötzlich eine andere Bedeutung haben?

Ihre Sachen finden in Berlin keine Verwendung mehr, ihre Muttersprache keine genaue Übersetzung. Als transkulturelle Frauen verhandeln sie den Alltag neu – für manche eine Befreiung, für andere ein Verlust. Durch ihre Installation lädt die Gruppe Besucher*innen ein, über die eigene Identität nachzudenken. Gleichzeitig schlägt das Projekt einen Bogen in die 1920er Jahre, als eigenständige Frauen aus der Türkei nach Berlin migrierten und, genau wie heute, sich neu definieren mussten.

„30 kg” wurde von Burcu Argat und Izim Turan zusammen mit dem Stadtmuseum Berlin kuratiert. Mit: Pınar Akyol, Başak Arslan, Michelle Demishevich, Ayşe Derya Kır, Ayça Öztarhan Kocatürk, Seda Boran Krüger und Nur Özalp.

Grenzen schließen mich aus, steht über dem Durchgang zur Freiflächen-Ausstellung
Die Freifläche „30 kg“ befindet sich im Raum Vergnügen - gleich hinter dem Raum Grenzen.
Grenzen schließen mich aus, steht über dem Durchgang zur Freiflächen-Ausstellung
Die Freifläche „30 kg“ befindet sich im Raum Vergnügen - gleich hinter dem Raum Grenzen.
Drei Besucher*innen schauen sich die Freifläche 30 kg in der Ausstellung BERLIN GLOBAL an
30 kg Freigepäck darf man am Flughafen einchecken – ein voller Koffer für den neuen Lebensabschnitt in einem neuen Land. Aber was passiert, wenn die Dinge, die Sprache, sogar die eigene Identität bei der Ankunft plötzlich eine andere Bedeutung haben?
Drei Besucher*innen schauen sich die Freifläche 30 kg in der Ausstellung BERLIN GLOBAL an
© Stadtmuseum Berlin, Foto: Michael Setzpfandt
Fokus auf hängende Objekte, ein Kleid, mehrere Gläser, ein Buch
Manches findet nach dem Übergang vom einen Land ins andere keine Verwendung mehr - die Dinge sind wie rausgefallen.
Fokus auf hängende Objekte, ein Kleid, mehrere Gläser, ein Buch
© Stadtmuseum Berlin, Foto: Michael Setzpfandt
Blick in die Ausstellung 30 kg bei BERLIN GLOBAL
Die Freifläche „30 kg” spiegelt die Migrationserfahrungen von sieben türkischen Berlinerinnen wider.
Blick in die Ausstellung 30 kg bei BERLIN GLOBAL
© Stadtmuseum Berlin, Foto: Michael Setzpfandt
Eröffnungsveranstaltung 30 kg mit Blick in die Ausstellung Berlin Global
Sophie Perl vom Stadtmuseum Berlin eröffnet die Freifläche „30 kg” am 7. Juli 2022. Ihre Rede wird simultan in türkische Sprache übersetzt.
Eröffnungsveranstaltung 30 kg mit Blick in die Ausstellung Berlin Global
© Stadtmuseum Berlin, Foto: Michael Setzpfandt
Blick in die Ausstellung 30 kg bei BERLIN GLOBAL
In türkischer und in deutscher Sprache werden die Migrationserfahrungen von sieben türkischen Berlinerinnen auf der Freifläche „30 kg” präsentiert.
Blick in die Ausstellung 30 kg bei BERLIN GLOBAL
© Stadtmuseum Berlin, Foto: Michael Setzpfandt
Drei Frauen auf der Ausstellungsfläche des Raums Grenzen bei BERLIN GLOBAL
Burcu Argat, Michelle Demishevich und Izim Turan haben die Freiflächen-Ausstellung „30 kg” bei BERLIN GLOBAL umgesetzt.
Drei Frauen auf der Ausstellungsfläche des Raums Grenzen bei BERLIN GLOBAL
© Stadtmuseum Berlin, Foto: Michael Setzpfandt
Blick auf Podium im Berlin Raum, im Hintergrund der Lustgarten, vier Frauen sprechen über ihre Migrationserfahrungen
Bei der Eröffnungsveranstaltung am 7. Juli 2022 sprach Idil Efe vom Stadtmuseum Berlin mit der Ausstellungsbeteiligten und Journalistin Michelle Demishevich, den Kuratorinnen Burcu Argat und Izim Turan sowie mit der Sängerin und Aktivistin Gaye Su Akyol über ihre Migrationserfahrungen (von links nach rechts).
Blick auf Podium im Berlin Raum, im Hintergrund der Lustgarten, vier Frauen sprechen über ihre Migrationserfahrungen
© Stadtmuseum Berlin, Foto: Michael Setzpfandt

Havaalanına 30 kg bagajla giriş yapabilirsiniz. Yeni bir ülkede yeni bir yaşam için sadece dolu bir bavul. Peki ya eşyalar, dil, hatta kişinin kimliği vardıklarında birdenbire farklı bir anlam kazanırsa ne olur?

BERLİN GLOBAL’ın üçüncü Serbest Alanı’nda yedi Türk asıllı Berlinli, kendi göç deneyimlerine bakış atıyorlar. Yanlarında getirdikleri eşyalar Berlin’de artık kullanılmayacak, ana dillerinin tam bir tercümesi yok. Kültürler arası geçiş yapan kadınlar olarak, gündelik yaşamlarını yeni baştan düzenlemek zorundalar. Bazıları için bir özgürlük, bazıları için ise bir kayıp. Grup, enstalasyonları aracılığı ile ziyaretçileri kendi kimlikleri üzerinde düşünmeye davet ediyor. Proje aynı zamanda, bağımsız Türk kadınlarının Berlin’e göç ettikleri ve bugün olduğu gibi kendilerini yeniden tanımlamak zorunda kaldıkları 1920’lere de bir bağlantı kuruyor.

„30 kg“, Burcu Argat ve İzim Turan’ın Berlin Şehir Müzesi ile birlikte ortak çalışmalar. Beraberlerindekiler: Pınar Akyol, Başak Arslan, Michelle Demishevich, Ayşe Derya Kır, Ayça Öztarhan Kocatürk, Seda Boran Krüger ve Nur Özalp.

Serbest Alanlar

Serbest Alanlar, BERLİN GLOBAL Sergisi’nin, organizasyonlar ya da serbest grupların kullanımına açık olan üç kısmı. Buradaki amaç, aktivist ve yeterince temsil edilmeyen bakış açılarını ve konuları görünür kılmak. Projeler, Berlin Şehir Müzesi ile birlikte geliştirilip gerçekleştirilmekte. Bunun ardından bir yıl boyunca BERLİN GLOBAL bünyesinde izlenebilmekte.

Freiflächen

Die Freiflächen sind drei leuchtend blaue Bereiche innerhalb des Ausstellungsrundgangs von BERLIN GLOBAL, die von Initiativen, Organisationen und freien Gruppen bespielt werden. Ziel dabei ist, unbekannte, aktivistische und unterrepräsentierte Perspektiven und Themen sichtbar zu machen.